STROMSPEICHER

Sinkende Einspeisevergütungen für Solarstrom machen die eigene Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms interessanter. Der zeitliche Versatz zwischen der mittäglichen Erzeugung und dem abendlichen Verbrauch des Stroms aus Solaranlagen lässt sich durch entsprechend dimensionierte Stromspeicher ausgleichen.

Speichertechnologie

Ein Speichersystem besteht aus Batterie, Laderegler und Wechselrichter. Die Größe eines Speichersystems wird mit seiner Speicherkapazität in kWh beschrieben, nicht zu verwechseln mit der in kWp gemessenen Leistung einer Solaranlage. Als Speichertechnologie setzt sich die Lithium-Ionen-Batterie wegen ihrer großen Entladetiefe und ihrer hohen Zyklenfestigkeit immer mehr durch. Deshalb raten wir unseren Kunden zu Ionen-Lithium-Batterien.

Speichergröße

Da Solarspeicher noch sehr teuer sind, ist es sinnvoll, vor dem Kauf eines Speichers die genaue Größe anhand des nächtlichen Stromverbrauchs zu ermitteln: d.h. ein paar Tage lang morgens und abends den Zähler ablesen. Dann wissen Sie, wieviel kWh Solarstrom Sie speichern müssen. Für die meisten Haushalte hat sich eine Größe von 4 bis 6 kWh als sinnvoll herausgestellt.

AC oder DC

Solarmodule erzeugen Gleichstrom (DC) und Batterien werden mit Gleichstrom beladen. Ein DC gekoppeltes Speichersystem (z.B. Nedap oder E3DC) lädt den Gleichstrom aus den Solarmodulen ohne Umwandlungsverluste direkt in die Batterien.
Bei AC gekoppelten Systemen (SMA Sunny Island, Sonnenbatterie) wird der von den Modulen erzeugte Gleichstrom zweimal umgewandelt. Um die dadurch entstehenden Verluste zu vermeiden, empfehlen wir für Neuanlagen DC gekoppelte Systeme. AC gekoppelte Systeme eignen sich dagegen für die Nachrüstung einer vorhandenen Photovoltaikanlage mit einem Speicher. Das für Sie Richtige finden wir in einer gründlichen Beratung heraus.

Notstrom

Viele Speicherbatterien stellen eine Notstromfunktion bei Netzausfall zur Verfügung. Die einfache Variante besteht aus einer Steckdose am Speichergerät, aus der wie bei einem Notstromaggregat für eine gewisse Zeit Solarstrom bezogen werden kann. 
Komfortabel, aber auch teuer, ist eine Lösung, bei der das Hausnetz bei Netzausfall von dem Solarbatteriespeicher versorgt wird. Dabei muss durch einen Motorschalter sichergestellt werden, dass das Haus im Notstrombetrieb vollständig vom öffentlichen Netz getrennt wird.
Notstrombetrieb heißt immer stark reduzierte Leistung, d.h. nicht alle Verbraucher (Herd, Durchlauferhitzer) können wie bei Normalbetrieb genutzt werden. Kleinere Stromspeicher stellen den Notstrombetrieb nur einphasig zur Verfügung. Dementsprechend müssen Verbraucher , die immer Strom benötigen (Heizung, Kühltruhe u.ä.), alle auf die Phase geklemmt werden, die vom Notstrom versorgt wird.

Förderung

Speichersysteme werden vom Bund über einen KfW-Kredit in Form eines Tilgungszuschusses gefördert. Die Höhe des Zuschusses für Solarspeicher wird für jede Anlage über einen komplizierten Schlüssel ermittelt wird. In unserem Angebot berechnen wir Ihnen den Tilgungszuschuss individuell!

Die Speichertechnologie entwickelt sich rasant weiter.  Wir entwickeln uns mit und beraten Sie nach den neuesten Erkenntnissen!